27. Oktober 2020

Herbstpost

Hallo!

Erst einmal möchte ich mich für Eure lieben Worte zu meinem letzten Post bedanken, ich habe mich sehr darüber gefreut und bin froh, dass Ihr nach meiner langen Pause wieder hieher gefunden habt.

Zur Zeit läuft wieder Nicoles Herbstpostaktion. Und weil liebe Menschen an mich gedacht haben, wollte ich eigentlich auch mitmachen. Ich freue mich immer über einen handgeschriebenen Gruß, ist er doch ein besonderes Zeichen von Wertschätzung. 

 

Allerdings hatte ich dieses Jahr so gar keine Idee, wie ich meine Karten gestalten sollte. Mein Kreativschalter stand auf AUS. 

Als mir beim Fotos gucken auf dem Handy - es zeigt mir immer die Fotos vom entsprechenden Tag der letzten Jahre an - die Bilder von unserem Ausflug zur Engalm angezeigt wurden, hatte ich eine Idee. Ich wollte die Erinnerungen an einen besonders schönen Tag voller Sonnenschein verschicken.


 

Ich wählte ein paar Motive aus, die mir besonders gut gefielen.

Dann bearbeitete ich die Bilder am Computer, schnitt sie dabei zur richtigen Größe zusammen, druckte sie aus und klebte sie mit einem doppelseitigen Klebeband auf die Karte.

 


 

Dann noch ein paar liebe Grüße darauf geschrieben und ab die Post.

 

Mein schwarzer Schal wächst zur Zeit nur langsam, denn die fluselige Wolle ist abends bei Lampenlicht nicht so gut zu sehen, was das Verzopfen erschwert. Also habe ich beim Fernsehen doch am Sommerbrisetuch weitergestrickt und nun ist es fertig und wartet auf seinen ersten Einsatz.

 

So, das war es für heute, jetzt werde ich meine Vorarbeiten für den nächsten Nähkursnachmittag anfangen. Ein neuer Blusenschnitt wird ausprobiert, das heißt, mein erprobter Basisschnitt bekommt eine neue Ausschnittvariante. Ich bin gespannt, denn ich habe dafür von einer Bluse in Standartgröße den entsprechenden Bereich übernommen und auf meine Größe hochgezogen. Leider gefallen mir die Modelle in den "Plus"größen nicht und Burda macht sich leider nicht die Mühe, die schicken Schnitte entsprechend umzuarbeiten. Und was an Plusschnitten angeboten wird, finde ich für einen üppigen Körper oft sehr unvorteilhaft. Da ist wohl noch nicht durchgedrungen, dass Hüllenkleidung eher auf die Körperform hinweist anstatt zu schmeicheln. Ich bevorzuge Schnitte, die der Körperlinie folgen ohne hauteng zu sitzen.

Liebe Grüße und bleibt gesund

Gudrun

Hier der Link zu Nicoles Aktion "Niwibo sucht im Herbst".

Und auch wenn ich hier den Namen des Verlags genannt habe, das war KEINE Werbung!

4. Oktober 2020

Viel Neues aus dem Garten und die Anleitung zu meinem neuen Schal

 Hallo und herzlich willkommen!


Ja, ich weiß, es war mal wieder lange Zeit sehr ruhig hier.

Ich hatte so keine Idee, worüber ich schreiben sollte, obwohl es hier trotz unseres Rückzugs in die eigenen vier Wände nicht ereignislos war. Aber es gibt so viele tolle Bastel- und Handarbeitsblogs - kann ich da überhaupt mithalten?

 

 

Ich hätte nie gedacht, dass es in Zeiten hochtechnisierter Wissenschaft zu solch einem Ereignis kommen könnte und uns ein Virus vollkommen aus dem Alltag herauskatapultieren würde. Wir sind jetzt nicht im Untergrund verschwunden   ;o)   allerdings beschränken wir unsere Außenaktivitäten auf das Nötige. Ich bin halt immer schon lieber vorsichtig gewesen.

 

 

So habe ich die Zeit genutzt, um einige Themen wie zum Beispiel Urlaubsgestaltung in Ruhe zu überdenken. Diese Zeit des Rückzugs hat mir gut getan und nun genieße ich es, neue Ziele zu suchen aber auch die Aktivitäten neu zu planen. Worauf habe ich inzwischen überhaupt noch Lust und was würde mir in Zukunft tatsächlich Freude machen.

 

 

Und dann habe ich durch eine Bekannte den Fernsehsender HGTV (unbezahlte Werbung folgt) entdeckt. Ich war schon lange ein Fan der Sendung Fixxer Upper auf Sixx, in der ein Ehepaar aus Waco, Texas für Kunden alte Häuser sucht und sie dann für diese renoviert und einrichtet. Hinterher standen dort Häuser, die so geschmackvoll und liebevoll eingerichtet sind, dass ich einfach nur begeistert vor dem Fernseher saß. Es gibt dort eine Menge Sendungen, da sprechen mich Stil und Persönlichkeit der Akteure so gar nicht an, aber ein paar Sendereihen gefallen mir sehr. Allerdings ist alles im Originalton, deutscher Text wird dann darüber gelegt, was manchmal etwas schräg ist.

Einige Häuser haben mich so richtig begeistert, der Einrichtungsstil gefiel mir auf Anhieb. Es war alles weiß mit hellem Holz eingerichtet und erinnerte an ein Strandhaus im Süden. Nun ändert sich hier auch bei mir die Einrichtung ein wenig und wird ruhiger, viele Stehrümchen werden erst einmal beiseite geräumt.

 

 

Außerdem haben wir die Zeit genutzt, um unseren Garten neu zu gestalten und gleichzeitig "reisefest" zu machen. Während wir sonst in einen kleinen Rasendschungel zurückkamen, hält ihn nun unser kleiner Mähroboter (liebevoll Ritter Robbi von der Wiese genannt) in Form. Außerdem haben wir jetzt ein Bewässerungssystem, das sich an der Bodentrockenheit orientiert.

 




In der Rasenmitte wurde ein neues Zierbeet eingerichtet, die Beete an den Grundstücksrändern wurden erweitert und unser Gartenhäuschen ging den Weg allen Irdischens. 

 


Nun steht dort ein selbstgebauter Gartenschrank mit Holzlager, der auf meinen Wunsch hin nicht mehr so viel Platz einnimmt. 

 

 

Das hat mein Mann toll hinbekommen - ich habe nur dabei gestanden, Anreichungen gemacht und mit angestrichen. Und vor allem die Idee für den Bauplan gehabt. So geht es oft bei uns - ich habe die Ideen und mein Mann setzt es um - wie gut, dass er so geschickt ist.

 

Zwischendurch habe ich bei dem schönen Wetter natürlich auch einfach nur den Garten genossen, ein wenig gelesen und gehandarbeitet.

 

Zur Zeit stricke ich mal wieder zweigleisig - das Sommerbrisetuch in grau und weiß abends und einen kuscheligweichen Schal in schwarz mit Zöpfen tagsüber, abends habe ich trotz Arbeitslampe keine Geduld dafür, man sieht das dunkle Garn so schlecht und bei Zöpfen mache ich nur ungern einen Blindflug.


Dabei ist der Schal selbst einfach zu stricken.

Als erstes habe ich einen Musterlappen gestrickt, damit ich ausrechnen konnte, wieviel Maschen aufgeschlagen werden müssen. Ich habe mich für (Achtung, schon wieder Nennung eines selbstbezahlten Produkts) Brushed Alpaca Silk von Drops entschieden, die ich doppelt nehme und mit Nadelstärke 6,5 verstricke. Wer eher locker strickt, sollte es erst einmal mit 6 versuchen.

Der Zopf besteht bei mir aus acht Maschen, die dann 4-4 gezopft werden. Zwischen den Zöpfen ist jeweils eine links erscheinende Masche - in der Rückreihe werden die Maschen so gestrickt wie sie erscheinen. 


Mein Schal soll 2,20m lang sein und 0,50m breit. 

Den Musterlappen habe ich locker hingelegt und die Zopfbreite gemessen, so dass ich dann 306 Maschen angeschlagen habe. 

Zuerst kommt nach der rechts gestrickten Randmasche eine rechte Masche und dann eine linke Masche, dann folgen 43 mal *6 rechte Maschen und eine linke Masche* und dann noch die beiden letzten rechten Maschen. Die Rückreihe wird gestrickt, wie die Maschen erscheinen. Für den Rand habe ich mich für einen Knötchenrand entschieden, darum muss die letzte Masche der Rückreihe rechts gestrickt werden.

In der sechsten Reihe wird im Streifen mit den rechten Reihen zwischen der ersten und der zweiten und der fünften und der sechsten jeweils aus dem Zwischenfaden der darunter liegenden Reihe eine weitere Masche herausgestrickt. Nun habe ich pro Streifen acht rechte Maschen. (Durch diese Maßnahme erreicht man, dass der obere Rand sich nicht rüscht). Es folgt die Rückreihe.

In der folgenden Hinreihe wird gezopft. Dafür nehme ich in den glatt rechtsgestricktenen Streifen die ersten vier Maschen auf eine Hilfsnadel, stricke die folgenden vier Maschen und nehme die ersten vier Maschen wieder auf die linke Nadel und stricke sie dann ab. In der Rückreihe wird alles wieder gestrickt, wie die Maschen erscheinen. Nun folgen wieder acht normale Reihen, danach folgt eine Zopfreihe und so geht es weiter bis die gewünschte Höhe (die Breite des Schals) erreicht ist.

Der Abschluss erfolgt, indem ich erst einmal in der dritten Reihe nach der letzten Zopfung die erste und die zweite Masche zusammenstricke, in dem ich die erste Masche abhebe, die zweite stricke und dann die abgehobene über die gestrickte ziehe. Die siebte und die achte werden einfach zusammengestrickt. (Durch das unterschiedliche Zusammenstricken läuft das Maschenbild schöner.) Nun besteht jeder Zopfstreifen wieder aus sechs Maschen. Es werden noch zwei Rückreihen und eine Hinreihe darüber gestrickt und dann wird in der folgenden Hinreihe abgekettet.

Das ist es schon, eigentlich ist es kein Hexenwerk und ich hoffe, dass ich es verständlich genug erklärt habe und Ihr Lust bekommen habt, es auch einmal zu versuchen. 

Ich freue mich schon auf meinen Kuschelschal, der mir gerade recht kommt. Denn im Nähkurs, der jetzt unter entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen wieder angelaufen ist, werde ich meinen Janker vom letzten Winter und gemütliche Hosen zu Ende nähen, zu denen er perfekt passen wird.

Und dann möchte ich Euch noch die schönen, selbstgemachten Herbstkarten zeigen, die ich bekommen habe.

Vielen Dank     Trixi   Tina    Elke    

links von Trixi, rechts von Tina

von Elke

Zum Schluss verlinke ich meinen Post noch zu Nicoles Oktoberaktion

Bis bald und bleibt gesund und geduldig

Gudrun

2. Februar 2020

Erste Frühlingsboten und die Anleitung zum italienischen Anschlag

Hallo und herzlich willkommen,

wie schön, Dass Du wieder bei mir zu Gast bist.
Und vielen Dank für Eure Kommentare zum letzten Post, ich hatte schon Sorge, es würde nach der langen Pause keiner mehr bei mir lesen.


Bei uns war  fast den ganzen Januar über Regenwetter, der Himmel bot alle Graunuancen auf, zu denen er fähig ist.
Das Feld neben unseren Häusern hat inzwischen größere Flächen unter Wasser, würde es frieren, wir könnten mit ein wenig Geholper dort Schlittschuh laufen.
Da mussten unbedingt ein paar Blümchen fürs Gemüt her.


Allerdings zeigen sich schon die ersten kleinen Frühlingsahnungen, an allen Ecken und Enden spitzt schon ein wenig Grün durch.




Meine Rose blüht immer noch und die Geranie vor dem Küchenfenster schreckt das grausliche Wetter auch nicht ab.

 

Weil ich neue Teelichter besorgen wollte, fuhr ich wie immer nach Kempen zu dem dortigen Kerzenhersteller.
Dort bekomme ich neben gut abbrennenden Kerzen auch immer noch sehr schöne Anregungen für die jahreszeitliche Deko, leider hat auch dieser Teelichtkauf den sprichwörtlichen "Ikeaeffekt" - ich gehe selten nur mit meinem Teelichtpack nach Hause.




Sind das nicht niedliche Dekoteilchen?
Aber ich bin standhaft geblieben, sie durften nicht mit, denn ich habe genug Osterdeko, eher müsste ich da noch ein wenig weggeben.

Aber es geb auch einzelne schöne Tage, mein Ausflug nach Düsseldorf fiel auf einen herrlich sonnigen Tag, so konnte ich das Bummeln besonders genießen.



 *


Und nun kommt die versprochene Anleitung zum italienischen Anschlag.

Meine Freundin hatte sich in Soest eine neue Mütze gekauft, die mir sehr gefiel. Da packte mich der Ehrgeiz, die müsste doch einfach nachzustricken sein.


Ich hatte noch Wolle im Bestand und habe bald losgelegt.
Zuerst die obligatorische Maschenprobe, denn ohne die geht es nun einmal nicht. Wäre ja blöd, wenn ich nach Gefühl und Wellenschlag losstricke und später feststelle, dass sie zu weit oder zu eng ist.

Für den italienischen Anschlag nehme ich zuerst ein anderes, farblich kontrastierendes Garn, das möglichst glatt ist.

Es wird die halbe Maschenzahl plus eine weitere Masche angeschlagen, das reicht erst einmal.

Dann strickt Ihr drei Reihen mit dem glatten Garn.

Nun nehmt Ihr das Garn, mit dem Ihr eigentlich stricken wollt, und strickt vier Reihen hoch.




Ihr strickt die erste Masche links ab, dann greift Ihr den Querfaden aus der untersten Reihe im (Mützen!)Garn und strickt ihn rechts ab.
(Es ist ganz wichtig, dass auf das neue Garn zurückgegriffen wird.)


Dann wird die nächste Masche von der Nadel links abgestrickt und so fort....


 So ergibt sich eine Reihe mit Maschen, die sich in Links und Rechts abwechseln.




Nun muss das untere Gestrick aus dem Startgarn entfernt werden, dafür nehmt Ihr Euch den Faden am Rand zwischen der vorletzten und letzten Reihe auf der Seite, wo der falsche Faden nicht endet.
Ihr müsst dabei unbedingt die oberste Reihe ausziehen - wenn ich mir nicht sicher bin, greife ich mir einfach die erste oberste (falsche) Schlaufe - der Faden lässt sich jetzt einfach herausziehen, darum ist es hilfreich, wenn das Garn glatt ist.


Ihr strickt das Bündchen dann rechts/links weiter bis zur gewünschten Höhe.

In diesem Fall habe ich allerdings nach den ersten beiden Reihen das Muster gewechselt und mit kraus rechts begonnen.



Für das Bündchen habe ich eine Nadel gewählt, die eine halbe bis eine ganze Größe kleiner ist als die für die Wolle angegebene Nadelstärke.
Damit habe ich auch die Maschenprobe gemacht.

Das Bündchen habe ich dann zwanzig Reihen hochgestrickt, das entspricht zehn krausen Rippen.

Danach habe ich die Nadel gewechselt und mit der Originalstärke weitergestrickt.
Dadurch wird die Mütze jetzt automatisch breiter und ähnelt hinterher ein wenig einer Baskenmütze.

Nach 16cm Höhe hab ich mit der Abnahme begonnen.

Ich habe jede fünfte und sechste Masche zusammengestrickt, nach vier Reihen die vierte und fünfte, nach wieder vier Reihen die dritte und vierte, nach weiteren vier Reihen die zweite und dritte und dann nach vier Reihen immer zwei Maschen miteinander abgestrickt.


Danach wurde der Faden ca 40cm lang abgeschnitten und durch die Ösen der verbliebenen Maschen gezogen.


Normalerweise stricke ich Mützen mit dem Nadelspiel, aber nicht jeder mag dieses Nadelmikado und wenn man kraus rechts strickt, ist hin und her viel einfacher.
( Ich habe die linken Maschen noch nie so gerne gestrickt wie die rechten. )

Allerdings muss nun die Mütze noch zusammengenäht werden.
Dafür habe ich mit dem Matratzenstich gearbeitet.


Ihr seht, dass immer um das Knötchen im Rand gestochen wird. 
Dafür geht Ihr mit dem Faden zweimal durch das gleiche Loch - ich habe den Verlauf markiert.

Hier seht Ihr nun die fertige Mütze.





*


Im Februar werde ich 

- mit meiner Freundin in Aachen einen Mädelstag verbringen

- wieder einmal nach Düsseldorf fahren, dort kann ich viel besser bummeln als in meiner Heimatstadt

- versuchen, die Karnevalstage ohne den Trubel zu überstehen

- im Nähkurs wieder schöne Kleidung nähen und 

- mit den Nähschwestern zum Thema Nachhaltigkeit einige Projekte planen und danach umsetzen

- und dann geht es Ende Februar nach Köln, wohin ich auch gerne fahre


Nicole von Niwibo sucht diesen Monat Frühlingsgefühle, da mache ich doch gerne mit.

Nun wünsche ich Euch eine gute Zeit, alles Liebe

Gudrun

21. Januar 2020

Ein halbes Jahr vergeht so schnell

Hallo,

ja, da bin ich wieder!


Ich hoffe, Ihr seid gut im neuen Jahr angekommen und wünsche Euch, dass es Euch freundlich gesonnen ist.
Sollte es nicht so sein, dann wünsche ich Euch liebe und verständnisvolle Menschen an Eurer Seite, die in den schweren Stunden für Euch da sind.

In meiner Bekanntschaft sind völlig unerwartet zwei noch recht junge Familienväter an Krebs erkrankt, das hat mich doch sehr nachdenklich gemacht.
Auch meinem Mann ging es im letzten Jahr nicht so gut, darum habe ich mich hier eine Zeit lang nicht gemeldet. Mich sprang so gar kein Thema an, ich hatte keine Lust auf Bloggen.
Inzwischen geht es ihm wieder besser, wir haben auch durchaus schöne Tage gehabt, aber die Auszeit hat mir gut getan.


Während mein Mann für sechs Wochen einen Rehaaufenthalt hatte, habe ich mir die Zeit nicht lang werden lassen, war zu einem kleinen Bloggerinnentreffen in Köln, war mit Freundinnen in Köln bummeln,


Nach seiner Rückkehr haben wir den Wohnwagen angehängt und sind zum Gardasee gefahren, um erst einmal eine schöne gemeinsame Zeit erleben.
Leider ist es dort inzwischen in der ganzen Saison proppevoll, man schiebt sich durch die kleinen Örtchen, das Personal in den Lokalen ist erschöpft bis überfordert und die Freundlichkeit, die wir in vielen Jahren Urlaub dort schätzen gelernt haben, ist geschäftsmäßigem Umgang gewichen.
Die meisten kleinen Geschäfte, die für die Versorgung der Bevölkerung sorgten, sind verschwunden und nun reiht sich Bekleidungsgeschäft an Schuh- oder Taschenhändler. Und die Qualität scheint mir bei gleichen Preisen immer schlechter zu werden.
Früher haben wir staunend vor den Lebensmittel- und Haushaltswarenläden gestanden, all die tollen Espressomaschinen mit Handbedienung angeschmachtet. Das war einmal!

Nachdem dann auf dem Campingplatz auch noch Kärcherarbeiten an Plastikstühlen direkt neben unserem Stellplatz stattfanden und wir tagsüber keine Ruhe mehr fanden, sind wir weitergezogen.

Ciao Gardasee, wir habern herrliche Zeiten bei Dir verbracht, aber es ist Zeit für etwas anderes.


Durch Zufall entdeckte mein Mann einen Platz in der Nähe von Trient, dort sind die Städtchen noch so wie wir es aus Lazise kannten, ursprünglich und italienisch.
Zu unserer Freude waren es auch die Preise - Cappucino und Espresso kosteten je einen Euro weniger, die Leute waren freundlich und es ist auch kein Problem, wenn man kein Italienisch kann, mit Englisch kommt man gut zurecht.


Von dort aus haben wir Bassano del Grappa und Trient erkundet und eine ruhige und erholsame Zeit gehabt.




Danach ging es noch für ein paar Tage ins Zillertal, der Platz dort ist toll ausgestattet, das ist fast wie Hotelurlaub. Ein eigenes Bad haben wir nicht gemietet, es ist alles reichlich vorhanden und tipptopp sauber.



Und außerdem habe ich ja auch noch das "Bad" in unserem Wohni, das ich am liebsten nutze. Alles ist griffbereit, Schiebetür zu und los geht es mit Zähne putzen und Beauty.


Mehrmals waren wir von Fügen aus in Innsbruck, es ist so herrlich dort in den alten Lauben zu bummeln und beim Kaffeetrinken die Leute zu beobachten.
Wir waren auch in Rattenberg, einem gemütlichen kleinen Örtchen, der kleinsten Stadt Österreichs, mit verkehrsberuhigter Innenstadt. Es ist in der Inn-Salzach-Bauweise gestaltet und nur außerhalb gibt es moderne Häuser.


Um den Rückweg zu teilen, machten wir dann noch am Forggensee einen Zwischenstopp.
Ich liebe das Allgäu, habe schon viele schöne Urlaube dort verbracht und meinem Asthma bekommt die Höhenlage auch sehr gut.


Und dann hatte uns der Alltag wieder, es war inzwischen Ende Oktober und der Advent kündigte sich schon in den Geschäften an.

Ende November gab es in Aachen ein schönes Treffen und dann war es auch schon Zeit für das traditionelle Zusammenkommen in Köln. Leider hat es in Strömen geregnet und wir waren mehr in den Geschäften als auf dem Weihnachtsmarkt.
 


Ich hatte etwas für die Umwelt tun wollen und bin mit dem Zug nach Köln gefahren.
Großer Fehler!
Durch Bauarbeiten hatten die Züge durchweg Verspätung. Der Niederrhein wird nur noch von privaten Regionalzügen versorgt, das bedeutet, dass diese Züge an den  Knotenpunkten immer als letzte durchgeleitet werden und so die Verspätungen sich aufaddieren.
Im Krefelder Bahnhof gibt es auf den Bahnsteigen keine wirklich schützenden Unterstände, so dass die Wartenden im schneidenden Wind stehen mussten.
Die Durchsagen waren so unpräzise, dass man auch nicht hinunter in den vorderen Teil des Bahnhofs gehen konnte.
Und mit der Rückfahrt war es aus dem gleichen Grund nicht besser.
Wenn ich mit öffentlichen Mitteln nach Köln fahre, dauert es von der Bushaltestelle zu Hause bis zum Kölner Hauptbahnhof knapp zwei Stunden.
Wenn ich mit dem Auto fahre, am Rand von Köln parke und dann mit der Straßenbahn reinfahre dauert es kaum mehr als die halbe Zeit.

Unser nächstes Treffen war in Soest, der Weihnachtsmarkt und die Innenstadt sind entzückend.
Dorthin werden wir bestimmt noch öfter fahren.


Und dann waren auch schon Weihnachten und Silvester da.
Wir sind mit lieben Freunden ins neue Jahr geglitten mit leckerem Essen und viel Spaß.

Und im neuen Jahr ging es direkt mit Treffen weiter, zuerst waren wir in Bonn auf einer Kreativmesse, bei der ich ein traumhaftes Garn gefunden habe.


Kennt Ihr bei Instagram Ducathi? Sie hat so schöne Designs für Strümpfe, Mützen und Schals, denen ich nicht widerstehen kann. Ihren letzten Sockenentwurf hatte sie mit Ovillowolle gestrickt, auf den Fotos sahen die Farben so brillant aus, dass ich mir die Garne unbedingt ansehen musste.


Es wird noch ein wenig dauern, bis ich dazu komme die Wolle zu verstricken, aber erst müssen meine UFOs vernichtet werden.

Und letzten Samstag war ich mit zwei Freundinnen auf der IMM in Köln.
 


 

Da ich einen sehr eigenen Einrichtungsstil habe, wurde mein Spektrum leider nicht abgedeckt, ich gucke aber gerne auch mal über den Tellerrand.
Allerdings sprach mich nicht viel an, zu deutlich sind die Anleihen aus vergangenen Jahrzehnten, schon damals gefiel mir vieles davon nicht.
Ich brauche es hell und vintage - allerdings ohne shabby.


Danach ging es über die Hohenzollernbrücke zurück in die Innenstadt und in einem bayrischen Gasthaus wurde erst einmal Pause gemacht. Der Tipp, den wir bekommen hatten, ist Gold wert.
Etwas später musste es dann noch ein Kaffee sein, allerdings konnten wir der Torte nicht widerstehen. Ich habe selten eine Baisertorte gegessen, bei der sich Süße und Säure so gut die Waage halten.


So, jetzt seid Ihr auf dem neuesten Stand, es war doch eine Menge im letzten Halbjahr los.

Natürlich habe ich auch fleißig gehandarbeitet, zur Zeit versuche ich eine Anleitung für meine neue Mütze zusammenzustellen und dabei den italienischen Anschlag zu erklären.
Ich mag diese Art, ein Strickstück zu starten, am liebsten.

Bis bald und liebe Grüße
Gudrun

Und weil ich hier von so vielen Alltagsfreuden erzählt habe, verlinke ich meinen Post bei Niwibo sucht Alltagsfreuden


"Werbe"hinweis: Die Orts- und Produktnennungen sind unbeauftragt und unbezahlt.


Reise durch den Advent - die Geschichte von Line und Stoffel

Hallo, herzlich willkommen am zweiten Tag der Reise durch den Advent. Ich habe von Nicole den Staffelstab übernommen und erzähle Euch eine ...